Warum ist Zement so wichtig für unser Leben?

Zement ist in unserem Alltag unsichtbar, aber als Hauptkomponente von Beton doch allgegenwärtig. Er dient als Fundament unserer Strassen, kommt im weit verzweigten Bahnnetz sowie in unzähligen Brücken und Tunnels zum Einsatz, die die Schweiz verbinden und Mobilität erst erlauben.

In der Schweiz leben und arbeiten wir in Bauten, die funktional sind aber auch gefallen. Ob Bürokomplexe, Wohnarchitektur oder Wasserversorgung: Der Ingenieurskunst sind heute kaum noch Grenzen gesetzt. Zement als Bindemittel des Universalbaustoffs Beton macht dies erst möglich. Kein anderer Baustoff lässt aufgrund seiner Vielseitigkeit grosse Ideen im Hoch- und Infrastrukturbau gleichermassen in die Tat umsetzen.

Energie ist der Motor jeder fortschrittlichen Gesellschaft und Zement spielt bei der Energieversorgung eine zentrale Rolle. Er gibt dem Beton seine Festigkeit und Beständigkeit. Es sind diese Eigenschaften, die den Bau von Kraftwerken, Stauseen, Tankstellen und Energieinfrastruktur ermöglichen, welche Konsumenten und Wirtschaft mit Energie versorgen. Für die Versorgungssicherheit der Schweiz ist Zement deshalb von grosser Bedeutung.

Hinter jeder hochtechnologischen Gesellschaft stehen eine komplexe Energie- und Wasserversorgung, ein weit verzweigtes Verkehrsnetz, Ingenieurs- und Baukunst. Diese Errungenschaften stehen auf einem gemeinsamen Fundament: Infrastruktur braucht Zement. Zement sichert Lebensqualität von heute und legt zusammen mit einer umsichtigen Planung den Grundstein für die Gesellschaft von morgen.

Emissionsreduktionen

Führend bei der CO2-Reduktion

Für die Herstellung von Zement sind Flammentemperaturen von 2000 °C nötig. Das erfordert auf der einen Seite viel Energie und setzt auf der anderen Seite Emissionen frei. Dank intensiver Anstrengungen findet die Schweizer Zementindustrie dennoch laufend neue Mittel und Wege zur Schadstoffreduktion und ist damit im Bereich Nachhaltigkeit weltweit führend.

Als erste Industriebranche in der Schweiz hat sie beispielsweise die Umsetzung des CO2-Gesetzes an die Hand genommen: Im Rahmen einer freiwilligen CO2-Zielvereinbarung mit dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) wurden die aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehenden Emissionen bei der Zementherstellung seit 1990 um fast 50 Prozent reduziert. Auch bei der Mobilität spielt die Nachhaltigkeit eine tragende Rolle: Dank der einheimischen Produktion beschränken sich die Transportwege auf ein Minimum und werden wenn immer möglich auf der Schiene zurückgelegt. Gesamthaft betrachtet transportieren die Mitgliederunternehmen der cemsuisse jährlich rund 250 Millionen Tonnenkilometer auf der Schiene. Die Zementindustrie gehört damit zu den drei grössten Bahnkunden der Schweiz.