Warum ist Zement so wichtig für unser Leben?

Zement ist in unserem Alltag unsichtbar, aber als Hauptkomponente von Beton doch allgegenwärtig. Er dient als Fundament unserer Strassen, kommt im weit verzweigten Bahnnetz sowie in unzähligen Brücken und Tunnels zum Einsatz, die die Schweiz verbinden und Mobilität erst erlauben.

In der Schweiz leben und arbeiten wir in Bauten, die funktional sind aber auch gefallen. Ob Bürokomplexe, Wohnarchitektur oder Wasserversorgung: Der Ingenieurskunst sind heute kaum noch Grenzen gesetzt. Zement als Bindemittel des Universalbaustoffs Beton macht dies erst möglich. Kein anderer Baustoff lässt aufgrund seiner Vielseitigkeit grosse Ideen im Hoch- und Infrastrukturbau gleichermassen in die Tat umsetzen.

Energie ist der Motor jeder fortschrittlichen Gesellschaft und Zement spielt bei der Energieversorgung eine zentrale Rolle. Er gibt dem Beton seine Festigkeit und Beständigkeit. Es sind diese Eigenschaften, die den Bau von Kraftwerken, Stauseen, Tankstellen und Energieinfrastruktur ermöglichen, welche Konsumenten und Wirtschaft mit Energie versorgen. Für die Versorgungssicherheit der Schweiz ist Zement deshalb von grosser Bedeutung.

Hinter jeder hochtechnologischen Gesellschaft stehen eine komplexe Energie- und Wasserversorgung, ein weit verzweigtes Verkehrsnetz, Ingenieurs- und Baukunst. Diese Errungenschaften stehen auf einem gemeinsamen Fundament: Infrastruktur braucht Zement. Zement sichert Lebensqualität von heute und legt zusammen mit einer umsichtigen Planung den Grundstein für die Gesellschaft von morgen.

Wirtschaft und Arbeitsplätze

Zement – der Stoff,
aus dem Schweizer Wirtschaftsräume sind

Wirtschaft und Arbeitsplätze

Die Schweizer Zementindustrie beschäftigt rund 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu gesellen sich Tausende Arbeitsplätze bei Zulieferanten, also KMUs in der ganzen Schweiz. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Zementindustrie eng mit der Schweizer Bauindustrie und ihren 320 000 Mitarbeitenden verbunden. Diese ist auf eine ausreichende Versorgung mit Zement angewiesen, werden doch in der Schweiz jährlich rund 50 Millionen Tonnen mineralische Baustoffe verbaut.

Eine Fokusstudie des Schweizerischen Nationalfonds zur nachhaltigen Infrastruktur- und Siedlungsentwicklung beziffert den Wert der in der Schweiz vorhandenen Bausubstanz auf rund 2400 Milliarden Franken. Für deren Instandhaltung werden jährlich etwa 30 Milliarden Franken aufgewendet – das sind rund 4000 Franken pro Einwohner. Hinzu kommen bauliche Ergänzungen und Verbesserungen, die in den nächsten Jahren aufgrund der neuen energiepolitischen Zielsetzung nötig werden. Sie erfordern Investitionen von etwa 65 Milliarden Franken und stellen hohe Anforderungen an die Eigenschaften der eingesetzten Baustoffe sowie an die damit verbundenen Prozesse.

Auch im Bereich Neubauten sind die Zahlen der Schweizer Bauwirtschaft beeindruckend: Gemäss Bundesamt für Statistik wurden 2011 hierzulande über 40 Milliarden Franken in die Errichtung von rund 16 000 neuen Gebäuden investiert. Hinzu kommen Investitionen in die Schweizer Verkehrsinfrastruktur von jährlich rund 12 Milliarden Franken. Diese gewaltigen Summen verdeutlichen, dass die Versorgung mit Baustoffen in genügender Quantität und Qualität in der Schweiz ein zentrales volkswirtschaftliches Anliegen darstellt.