Warum ist Zement so wichtig für unser Leben?

Zement ist in unserem Alltag unsichtbar, aber als Hauptkomponente von Beton doch allgegenwärtig. Er dient als Fundament unserer Strassen, kommt im weit verzweigten Bahnnetz sowie in unzähligen Brücken und Tunnels zum Einsatz, die die Schweiz verbinden und Mobilität erst erlauben.

In der Schweiz leben und arbeiten wir in Bauten, die funktional sind aber auch gefallen. Ob Bürokomplexe, Wohnarchitektur oder Wasserversorgung: Der Ingenieurskunst sind heute kaum noch Grenzen gesetzt. Zement als Bindemittel des Universalbaustoffs Beton macht dies erst möglich. Kein anderer Baustoff lässt aufgrund seiner Vielseitigkeit grosse Ideen im Hoch- und Infrastrukturbau gleichermassen in die Tat umsetzen.

Energie ist der Motor jeder fortschrittlichen Gesellschaft und Zement spielt bei der Energieversorgung eine zentrale Rolle. Er gibt dem Beton seine Festigkeit und Beständigkeit. Es sind diese Eigenschaften, die den Bau von Kraftwerken, Stauseen, Tankstellen und Energieinfrastruktur ermöglichen, welche Konsumenten und Wirtschaft mit Energie versorgen. Für die Versorgungssicherheit der Schweiz ist Zement deshalb von grosser Bedeutung.

Hinter jeder hochtechnologischen Gesellschaft stehen eine komplexe Energie- und Wasserversorgung, ein weit verzweigtes Verkehrsnetz, Ingenieurs- und Baukunst. Diese Errungenschaften stehen auf einem gemeinsamen Fundament: Infrastruktur braucht Zement. Zement sichert Lebensqualität von heute und legt zusammen mit einer umsichtigen Planung den Grundstein für die Gesellschaft von morgen.

Herstellung

Ein ausgeklügeltes Erfolgsrezept

Kalkstein und Mergel

Steinbruch

Mahlen und Mischen

Rohmehlmühle

Rohmehl wird zu Klinker

Drehrohrofen

Zement entsteht

Zementmühle

Zur rechten Zeit am rechten Ort

Eisenbahntransport

Zement wird auf Basis von Kalzium, Silizium und Aluminium hergestellt, die in der Regel aus Kalkstein und Mergel gewonnen werden.

Die abgebauten Rohstoffe werden in Brechern zu faustgrossen Stücken zerkleinert, anschliessend in der Rohmehlmühle gemahlen. Um die exakte chemische Zusammensetzung und damit die immer gleich hohe Qualität sicherzustellen, werden bei Bedarf natürliche Hilfsstoffe beigemischt.

Im 1450° C heissen Drehrohrofen entsteht in einer chemischen Reaktion ein Zwischenprodukt, das man Klinker nennt. Nach einer raschen Abkühlung wird der Klinker zusammen mit Kalkstein und Gips in der Zementmühle zu Zement gemahlen. Je nach Verwendungszweck werden weitere Zusätze wie Flugasche oder Hüttensand beigemengt, um die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Zements zu variieren. Insgesamt wird heute zwischen 5 verschiedenen Zementsorten unterschieden:

  • CEM I = Portlandzement
  • CEM II = Portlandkompositzement
  • CEM III = Hochofenzement
  • CEM IV = Puzzolanzement
  • CEM V = Kompositzement