Zürich/Bern – 24.05.2012: Zement ist ein Zivilisationsbedürfnis. Seine Grundstoffe Kalkstein und Mergel gehören zu den wenigen Rohstoffen, die in der Schweiz ausreichend vorhanden sind. Die Industrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst und produziert Zement umwelt- und sozialverträglich. Damit die Schweiz auch in Zukunft von qualitativ hochstehendem und nachhaltig hergestelltem Zement profitieren kann, muss die Erschliessung neuer Abbaugebiete langfristig gesichert sein.

Zement ist der wichtigste Baustoff unserer Zeit. Die Versorgungssicherheit mit Zement ist somit von nationalem Interesse. Die Schweiz ist in der vorteilhaften Lage, dass sie sich selber mit Zement versorgen kann. Die drei Unternehmen Holcim (Schweiz) AG, Jura-Cement und Vigier Cement AG produzieren an insgesamt sechs Standorten ca. 4.5 Millionen Tonnen Zement pro Jahr.

Die schweizerischen Hersteller sind weltweit führend bei der Ressourcenschonung, der Reduktion von Emissionen, dem Einsatz alternativer Brennstoffe und der Rekultivierung der Abbaugebiete. Sie belegen seit Jahren Spitzenplätze im Dow Jones Sustainability Index. „Weil wir Zement brauchen und ihn in der Schweiz so nachhaltig wie möglich produzieren, ist seine Produktion in der Schweiz von nationaler Bedeutung“, so Ständerat Dr. Urs Schwaller, Präsident der cemsuisse.

Bruno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), würdigt die Umweltleistungen der Zementindustrie. Beispielsweise muss die Branche gemäss Verfügung des BAFU ihre CO2-Emissionen bis 2012 gegenüber 1990 um über 51% reduzieren. „Sie ist auf gutem Weg, dieses ambitiöse Ziel einhalten zu können“, sagt Oberle. Darüber hinaus hat sie sich freiwillig zur Reduktion der geogenen CO2-Emissionen verpflichtet, die das CO2-Gesetz nicht vorschreibt. Gesamthaft wird die schweizerische Zementindustrie etwa einen Drittel der CO2-Reduktionen leisten, welche die Schweiz im Rahmen des Kyoto-Protokolls erbringen muss.

Bedeutung von Zement wird auch in Zukunft hoch bleiben

Die Nachfrage nach Zement wird langfristig anhalten. „Der Bau und der Erhalt von Infrastrukturbauten wie Energiespeichern, Tunnels und Brücken, aber auch der Hochbau hängen massgebend von der Verfügbarkeit hochwertigen Zements ab“, betont
Prof. Dr. Eugen Brühwiler, Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL). Die Bauwerkserhaltung ist in der Schweiz zum wichtigsten Bereich des Bauwesens geworden, umso wichtiger ist die qualitative Weiterentwicklung der Bausubstanz sowie der Baustoffe.

Georges Spicher, Direktor cemsuisse, betont die Bedeutung des Produktionsstandorts Schweiz. „Um die Versorgung mit Rohstoffen sicherzustellen, brauchen die Schweizer Zementwerke auch in Zukunft eine ausreichende Erschliessung neuer Abbaugebiete. Deswegen wollen wir das Bewusstsein für Zement und seine Produktion in der Schweiz fördern“, erklärte Spicher.

Weitere Informationen finden Sie auf www.schweizer-zement.ch

Für Rückfragen:
Georges Spicher, Direktor cemsuisse, 079 211 97 77

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